Didi Waldspurger amtet seit 12 Jahren als Race Director der Audi Skicross Tour. Der 61-Jährige kennt die Tour wie kein Zweiter und ist während der Saison für den Streckenbau und den reibungslosen Wettkampf-Ablauf vor Ort verantwortlich. Im Interview blickt er auf die vergangene Saison zurück und erzählt, warum ihn die englische Delegation ans Herz gewachsen ist.

Didi Waldspurger, die Saison 2017/18 ist bereits wieder vorbei. Wie bist du zufrieden mit dem Jahr?
Die Saison 2017/18 ist sehr gut verlaufen und wir konnten alle Rennen bis auf einen Tag in Anzère durchführen. Ein grosser Anteil spielte dabei natürlich der viele Schnee, der bereits früh in der Saison gefallen ist. Die weissen Landschaften waren total motivierend, was sich auch bei den verschiedenen Stationen ausgewirkt hat. Alle waren voll motiviert und wir konnten auf eine hervorragende Zusammenarbeit mit den lokalen Organisatoren zählen.

Der viele Schnee brachte jedoch auch viel Arbeit.
Natürlich führte der viele Schnee auch zu mehr Aufwand. Beim Aufbau hat es oft reingeschneit, wir mussten häufig Nachtschichten schieben. Doch lieber so als umgekehrt. Und schlussendlich zählen die guten Pisten und der richtige Kurs, was wir immer vorweisen konnten. So war die Sicherheit, welche erste Priorität geniesst, stets gewährleistet und die Zuschauerinnen und Zuschauer sowie die Fahrerinnen und Fahrer konnten interessante Wettkämpfe mit wenig Unfällen verfolgen.

Wie war das Feedback von Seiten der Teilnehmenden?
Sehr positiv. Vor allem die Eltern der zahlreichen Kinder, welche an unseren Kids-Rennen teilnahmen, erfreuten sich der Events. Oft fragten sie auch, ob wir in der nächsten Saison noch mehr Rennen organisieren können. Das spricht für unsere Events. Und auch die Erwachsenen waren stets zufrieden mit den Wettkämpfen der Audi Skicross Tour.

Zudem reisten zahlreiche Kinder und Erwachsene aus der ganzen Welt extra in die Schweiz, um an unseren Rennen teilzunehmen. Vor allem Kinder aus England mit ihren Eltern und Freunden bereicherten unsere Events mit zahlreichem Erscheinen. Doch auch die Teilnahme von Fahrerinnen und Fahrer aus Rumänien, Tschechien, Deutschland und so weiter zeigen, dass wir vieles richtig machen.

Gibt es einen Moment aus der Saison, den du nie vergessen wirst?
Als wir in Hoch-Ybrig mit dem Aufbau beschäftigt waren, begann es stark zu schneien und es bildete sich eine dicke Schicht Neuschnee auf der Piste. Da erhielt ich plötzlich Emails von Eltern und Kids der englischen Delegation. Sie fragten, ob sie uns helfen können, die Pisten zu präparieren. Und so kamen tatsächlich alle zusammen auf den Berg und schaufelten und rutschten die Piste frei, statt den frischen Pulverschnee zu geniessen – und zahlten dafür sogar extra eine Tageskarte, um den Berg hoch zu kommen. Solche Aktionen sind unbeschreiblich schön.

Kannst du uns einen kleinen Ausblick auf nächste Saison geben?
Wir werden selbstverständlich am Konzept festhalten, Open- und Kids-Rennen zusammen auszutragen. So erhalten die Jungen weiterhin die Chance, den Grossen abzuschauen und gemeinsam die Strecke zu besichtigen. Es ist eine hervorragende Möglichkeit, bereits früh in den späteren Wettkampfalltag reinzuschauen und den Breitensport zu fördern.

Zudem ist es unser Ziel, in der nächsten Saison ein bis zwei Rennen mehr zu organisieren. Wir haben bereits Anfragen von Skigebieten erhalten, welche aufgrund des guten Echos gerne ein Rennen austragen würden. Natürlich müssen wir zuerst diese Saison auswerten. Doch wenn die Ressourcen aufgebracht werden können, dürfen sich die Skicrosserinnen und Skicrosser auf weitere Rennen der Audi Skicross Tour freuen.