Wenn sich am Wochenende vom 11. und 12. März die nationale Skicross-Szene im Hoch-Ybrig trifft, ist Spektakel garantiert. Gesucht werden an den Schweizermeisterschaften 2017 die beste Skicrosserin und der beste Skicrosser des Landes.

Parallel dazu, finden im Rahmen der Audi Skicross Tour während des ganzen Wochenendes auch Rennen in den Open- und Kidskategorien statt. Alles, was man für das Wochenende als Laie wissen sollte und als Kenner wissen müsste, gibt’s hier:

 

Programm

Am Samstag gilt es für die Fahrer ab 11 Uhr ernst, dann starten die ersten Läufe der Schweizermeisterschaften 2017. Nach der Mittagszeit, sollten der neue Skicross-Schweizermeister und die neue Skicross-Schweizermeisterin, sowie die Tagessieger der Kategorien Men Open, Men U21 Open und Ladies feststehen.

Am Sonntag geht es um 10:45 Uhr mit dem Start der Kidsrennen los. Ab 12:45 Uhr runden weitere Rennen der Audi Skicross Tour in den Kategorien Men Open, Men U21 Open, Men+Men U21 lic. und Ladies das Rennwochenende ab.

Ablauf

Mindestens 24 Stunden vor dem ersten Training wird die Skicross Strecke für das Publikum gesperrt. Das Training findet jeweils direkt vor dem Rennen statt und ist für jeden Fahrer Pflicht (mindestens 1 Trainingslauf).

Jeweils vier Fahrerinnen und Fahrer absolvieren die Strecke gleichzeitig. Um die Fahrer zu erkennen und zu unterscheiden, muss jeder Athlet ein farbiges Überziehleibchen anziehen. Der im Ranking bestplatzierte Fahrer des Laufes erhält dabei ein rotes Leibchen, der zweitbestplatzierte ein grünes, der drittbestplatzierte ein blaues und der am schwächsten platzierte ein gelbes. Gefahren wird im KO-System, das bedeutet, dass die jeweils zwei schnellsten Fahrer pro Lauf eine Runde weiterkommen. Die Fahrer auf den Plätzen drei und vier scheiden direkt aus. So verbleiben am Ende vier Fahrer, die den Schweizermeister in einem finalen Lauf untereinander ausmachen.

Material

Jede Fahrerin und jeder Fahrer darf am Wettkampftag zwei Paar Ski benützen. Diese werden von den Organisatoren überprüft und gekennzeichnet. Hautenge Skianzüge, wie sie im Alpinbereich zum Einsatz kommen, sind verboten. Das Tragen eines Helmes sowie eines Rückenprotektors ist Pflicht.

Strecke

Gefahren wird auf dem Gelände des bereits bestehenden Audi Skicross Park im Hoch-Ybrig. Die leicht abgeänderte Piste „Sternen“ startet auf 1677m und endet nach knapp 164 Höhenmetern auf 1513m mit einer Gesamtlänge von 900 Metern. Gleich nach dem Start wartet mit der doppelten Welle ein erstes Hindernis auf die Fahrer. Nach weiteren Wellen, Sprüngen und Steilwandkurven folgt schliesslich nach rund einer Minute die Zieleinfahrt.

Titelverteidiger

Bei den Männern feierte Alex Fiva letztes Jahr seinen ersten Schweizermeistertitel, nachdem er sich in den Jahren davor jeweils mit den Plätzen zwei und drei begnügen musste.

Bei den Damen holte sich die Europacup-Gesamtsiegerin Katrin Müller den Titel. Sie wird diesen aber nicht verteidigen können, da sie ihre Karriere im Sommer 2016 verletzungsbedingt beenden musste.

Fachwörter

Um an den Schweizermeisterschaften mitreden zu können, bedarf es dem Verständnis einiger Fachwörter:

Im Skicross wird im Gegensatz zu Alpinrennen nicht in „Läufen“ gestartet, sondern in sogenannten „Heats“. Wenn also das Kommando: „We are ready for the next heat, proceed to the start gate“ ausgesprochen wird, steht der nächste Heat kurz bevor.

Wenn die Rede von „Rollern“ oder „Wu-Tangs“ ist, wird über halbrunde Wellen gesprochen. Die Athleten versuchen diese Wellen meistens zu „drücken“, was bedeutet, dass sie die Wellen durch ein Anheben der Beine fast ohne abzuheben passieren. Typischerweise werden zwei bis vier Roller aneinandergehängt. In diesem Zusammenhang werden auch Ausdrücke wie „single-double“ oder „double-double“ verwendet. Ein single-double beschreibt die Absolvierung eines dreifach-Rollers, in dem der Fahrer zuerst nur über einen Roller fährt, um mit dem Schwung aus dem zweiten Roller gleich auch über den dritten Roller zu springen. Beim double-double wird ein vierfach-Roller durch Sprünge vom ersten und dritten Roller aus überquert.

Wird über „Banks“ gesprochen, ist die Rede von Steilwandkurven. Während normale Banks in Kurvenrichtung verlaufen und den Skicrossern beim Drehen helfen, sind „negative Banks“ abfallende Steilwandkurven, welche das Drehen erschweren.

Weitere Informationen und Anmeldung

Der Pistenplan